Helmstedter Universitätstage

Nachlese Schülerprojekte

Helmstedter Universitätstage 2018

 

Ausgehend von den historischen Anknüpfungspunkten trägt die Stadt Helmstedt und der Verein Grenzenlos - Wege zum Nachbarn e. V. dazu bei, den historisch-wissenschaftlichen Diskurs zum Thema Grenzüberwindung zu befördern und einer breiten Öffentlichkeit den Zugang zur Geschichte der deutsch-deutschen Teilung und Wiedervereinigung zu vermitteln.

Mit den Helmstedter Universitätstagen bekräftigt die Stadt Helmstedt auch ihren Anspruch, wichtiger Standort der Region im Bildungs- und Fortbildungssektor zu sein. Die Helmstedter Universitätstage befördern den Wissenstransfer in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit und tragen zum Austausch zwischen gesellschaftlicher und wissenschaftlicher Aufarbeitung bei.

Folgende Schulprojekte wurden in diesem Jahr im Rahmen der Helmstedter Universitätstage durchgeführt:

  • Helmstedter Schüler-Universitätstage am 13.09.2018 und
  • Schülerseminar vom 20.-22.09.2018 im Rahmen der Helmstedter Universitätstage

Bei den Helmstedter Schüler-Universitätstagen stellten insgesamt sechs Jugendliche des Gymnasiums Julianum Helmstedt und des Helmstedter Gymnasiums am Bötschenberg ihre zum diesjährigen Thema "Revolution! Verehrt - Verhasst - Vergessen" erstellten Facharbeiten einem großen Publikum öffentlich vor. An der Veranstaltung im Juleum nahmen insgesamt 330 Personen, vorrangig Schülerinnen und Schüler teil.

 

 

Parallel zu den Helmstedter Universitätstagen trafen sich die Schülerinnen und Schüler der Gymnasien aus Helmstedt, Wittenberg und Haldensleben zu einem dreitägigen Seminar in der Begegnungsstätte St. Ludgeri Helmstedt und beschäftigten sich intensiv mit dem Thema der diesjährigen Veranstaltung. Die Schülerinnen und Schüler unternahmen u. a. eine geführte Rundfahrt Grenzenlos zu den ehemaligen Grenzeinrichtungen in der Region Helmstedt, Hötensleben und Marienborn und setzten sich in wissenschaftlicher Aufarbeitung mit der jüngsten deutschen Geschichte in Gesprächen mit dem Buchautor Thomas Brussig auseinander. Die Jugendlichen nahmen am Kinoabend "Das Lied der Matrosen", der Lesung mit Thomas Brussig "Beste Absichten" und am Vortrag von Herrn Prof. Dr. em. Lothar Machtan im Juleum teil. 

Fotos: Andreas Greiner-Napp
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Resüme der beteiligten Lehrer

 

Der Schüleruniversitätstag war wieder ein vielversprechender Einstieg in die Helmstedter Universitätstage: Hier sind die Beiträge der Schüler zu diesem Wissenschaftsdiskurs gefragt. Und sie finden ebenso Gehör und Aufmerksamkeit wie die Profis zehn Tage später.

Mittlerweile versammeln sich seit 12 Jahren für einen Donnerstagvormittag etliche Vertreter der Stadt, der Bürgerschaft und des Landkreises sowie über 300 SchülerInnen im Juleum, wo sechs Schüler des Gymnasiums am Bötschenberg und des Julianums die Ergebnisse ihrer Facharbeiten vorstellen.

Für die präsentierenden und für die zuhörenden Schüler stellt der Schüleruniversitätstag eine Brücke zwischen den Bildungsorten Schule und Universität dar. Die Teilnehmer erhalten weitere Ideen im Hinblick auf ihre Zukunftsplanung, die vielen positiven Rückmeldungen stärken sie in ihrer Entwicklung.

Das diesjährige Thema "Revolution!? - Verehrt - Verhasst - Vergessen"  wurde von den Schülern sehr vielseitig untersucht: Neben einem Rückblick in die Renaissance erfolgt die Beleuchtung revolutionärer Bewegungen im 20. Jahrhundert (Russland 1917, das Ende der Republik von Weimar, die Bedeutung der Stasi, Aufarbeitung der Mauerschützen-Prozesse) sowie eine Untersuchung zu Graffiti als Möglichkeit von Protest in der Schülergegenwart. Der Zuhörerschaft wurde also ein breit gefächertes Programm geboten.

Die Referentinnen und Referenten sowie die Moderatoren haben starke Leistungen erbracht. Alle hatten sich intensiv in ihr Thema eingearbeitet und konnten die Zuhörerschaft mit ihrer Fachkenntnis überzeugen. Die anfängliche Nervosität haben die Schüler mit unterschiedlichen Techniken schnell besiegt. „(…) vor so vielen zu sprechen war eine ganz neue Erfahrung. Mir hat es dabei geholfen, mich auf den Inhalt zu konzentrieren um sich dabei nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.“ (Corinna Duck)

Der Stolz, der bei allen während der Auszeichnung und im Anschluss an die Veranstaltung deutlich sichtbar war, war berechtigt.

Insgesamt zeigt sich hier ein gelungener Schulterschluss zwischen der Stadt und der Schülerschaft, wobei sich beide Seiten gegenseitig sehr viel geben. Dadurch wird die Identifizierung der Schüler mit ihrer Stadt gestärkt, und sie werden hoffentlich auch in späteren Jahren an den Universitätstagen teilnehmen.

Benita Grüger-Vollheide und

Sanda Pfeiler (Gymasium am Bötschenberg) und

Rainer Kuck (Gymnasium Julianum, Helmstedt)