Helmstedter Universitätstage

Nachlese

25. Helmstedter Universitätstage vom 26. bis 29.09.2019
zum Thema „Auf dem Weg nach Weimar? Demokratie und Krise“

 

Die 25. Helmstedter Universitätstage vom 26. - 29. September 2019 widmeten sich anlässlich ihres 25jährigen Jubiläums und diesjährigem 30. Jahrestag der Grenzöffnung dem Thema „Auf dem Weg nach Weimar? Demokratie und Krise“.

Am 9. November 2018 jährte sich die Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann zum 100. Mal. Die Weimarer Republik verdient fast drei Jahrzehnte nach der deutsch-deutschen Vereinigung neue Aufmerksamkeit. Aus ihrem Scheitern erwächst für die Bundesrepublik eine besondere Verantwortung, demokratische Strukturen im Bewusstsein der Bevölkerung zu festigen und weiterzuentwickeln.

Die Helmstedter Universitätstage 2019 setzten sich mit der wechselvollen Geschichte und Rolle von Bildung in Demokratie und Diktatur auseinandersetzen und versuchten, eine Standortbestimmung der Gegenwartskrise mit Hilfe des historischen Vergleichs zur Weimarer Republik zu gewinnen.

Neben dem wissenschaftlichen Leiter der Helmstedter Universitätstage, Prof. Dr. Martin Sabrow, referierten hierzu die namhaften Fachhistoriker Dr. Rüdiger Graf , Prof. Dr. Detlef Lehnert, Prof. Dr. Elke Seefried, Prof. Dr. Michael Dreyer und Prof. Dr. Wolfgang Merkel.

Das Grußwort am Eröffnungstag sprach Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil.

Umrahmt wurde die Veranstaltung mit einer Kinosondervorstellung „Gundermann“, einem politischen Kabarett mit Sebastian Schnoy, einer musikalischen Revue des Casanova Society Orchestras Berlin, einer Führung zur Helmstedter Universitätsgeschichte mit Frau Museumsleiterin Marita Sterly M.A. sowie einer musikalischen Reise durch (das geteilte) Deutschland und die Welt. Festlich endeten die Helmstedter Universitätstage mit dem Gottesdienst in der St. Stephani Kirche und einer dortigen Festpredigt von Herrn Prof. Dr. Mathias Wirth vom Institut für Systematische Theologie der Universität Bern. 

Die Veranstaltung besuchten pro Programmpunkt bis zu 250 Personen. 

Auch das im Laufe des Jahres auf die Helmstedter Universitätstage einstimmende

Helmstedter Uni-Kino fand erneut sehr positive Resonanz.

Wer eine Antwort auf die Frage sucht, ob wir uns heute in einer Krise der Demokratie befinden, der tut gut daran, sich der geschichtlichen Wirklichkeit zu vergewissern. Erst dieser kritische Blick zurück verschafft die richtige Perspektive auf die Zukunft. Für alle Demokraten der Gegenwart ist die Teilnahme an den diesjährigen Helmstedter Universitätstagen neben wahrer Freude geradezu eine mit Leidenschaft gelebte Bürgerpflicht.“, mit diesen Worten lud der Beiratsvorsitzende der Helmstedter Universitätstage und Direktor der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz Tobias Henkel zusammen mit Helmstedts Bürgermeister Wittich Schobert zu den diesjährigen Helmstedter Universitätstagen ein.  

 

Fotos: Andreas Greiner-Napp und Stadt Helmstedt