Helmstedter Universitätstage

Nachlese 2020

26. Helmstedter Universitätstage von 24. bis 27. September 2020

 Thema „Sehnsucht nach Vergangenheit“

 

Die 26. Helmstedter Universitätstage vom 24. bis 27. September 2020 fanden unter Pandemiebedingungen statt. Deshalb musste die Zahl der Besucher in der historischen Aula des Helmstedter Juleums stark reduziert werden. Veranstalter, Akteure und Besucher freuten sich jedoch sehr darüber, dass die Helmstedter Universitätstage in fast gewohnter Weise stattfinden konnten. Bestimmte Auflagen mussten eingehalten werden, um die Universitätstage zu ermöglichen. Zu nennen sind insbesondere Abstands- und Hygieneregeln in der Aula und auf dem erstmals einbezogenen Juleumshof.

Im Juleum war nur eine begrenzte Anzahl namentlich angemeldeter Besucher zugelassen. Um möglichst vielen Zuhörern eine Teilhabe an der Veranstaltung zu ermöglichen, waren die Vorträge  auf dem Juleumshof als Audio-Übertragung zu hören. Darüber hinaus wurden die Helmstedter Universitätstage 2020  als Video Stream live auf der Webseite www.universitaetstage.de sowie www.stadt-helmstedt.de gezeigt.     

Die Universitätstage 2020 widmeten sich dem Thema "Sehnsucht nach Vergangenheit". Die Inwertsetzung von Vergangenheit im Denkmalschutz, der Streit um historische Stadtbilder und  die Kommerzialisierung der Vergangenheit im Geschichtsfernsehen waren nur einige der Vortragsthemen. 

Neben dem wissenschaftlichen Leiter der Helmstedter Universitätstage, Prof. Dr. Martin Sabrow,  referierten namhafte Fachhistoriker, Publizisten, Denkmalschützer und Filmproduzenten. Zu Gast waren Prof. Dr. Matthias Wemhoff, Dr. Axel Drecoll, Prof. Nico Hoffmann, Prof. Dr. Gabriele Dolff-Bonekämper, Dr. Stefanie Samida und Dr. Tobias Becker.

Mit seiner Festrede zum Thema "Demokratieentwicklung in Deutschland" eröffnete Stephan Steinlein, Chef des Bundespräsidialamtes, die Universitätstage.

Die Lesung mit Julia Schoch bereicherte das Programm am Freitagabend. Den Samstagabend rundete der Kabarettist Thomas Nicolai ab. 

Während der Abschlussdiskussion sprachen die diesjährigen Referenten über die Frage "Droht die Vergangenheit die Gegenwart zu überwältigen?" Mit dem Hinweis, dass sie "die Anwälte der Geschichte, nicht die Richter über deren Bedeutung in der Gegenwart seien" beendete Prof. Dr. Martin Sabrow die diesjährige Veranstaltung.  

Bereits am Donnerstag waren die Helmstedter Universitätstage mit dem unter anderem auch im Helmstedter Roxy Kino gedrehten Wim Wenders-Film "Im Lauf der Zeit" gestartet. Der Film war ein fulminanter Auftakt mit wunderbar in Szene gesetzten Landschaftsaufnahmen. Animiert durch die Fragen der beiden Moderatoren des Abends, Prof. Dr. Martin Sabrow und Dr. Michael Strohmann, erinnerte sich Hauptdarsteller Hanns Zischler auf unterhaltsame Art an die Dreharbeiten. Ein Kurzbesuch Zischlers im Vorführraum des Roxy, in dem damals gedreht wurde, brachte ans Licht: Im Lauf der Zeit hat sich hier überhaupt nichts verändert.

Einen würdigen Abschluss fanden die Helmstedter Universitätstage 2020 mit einem Festgottesdienst in St. Marienberg mit der Festpredigt von Dr. Friedrich Seven und einfühlsamen sowie anregenden Worten der Pröpstin Katja Witte-Knoblauch.

Die Veranstaltung besuchten aufgrund der einzuhaltenden Abstände bis zu 85 Personen pro Programmpunkt.   

 

Fotos: Andreas Greiner-Napp